Pressemitteilung (pn): Der Orca "Springer" - Drama und Happy End |
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Eine wahre Geschichte über eine fantastische Rettung eines jungen Schwertwalweibchens und die Möglichkeit einer symbolischen Adoption
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Foto von Paul Spong
Springer wurde im Winter 1999/2000 geboren. Sie ist ein junges Schwertwalweibchen der Nördlich Residenten (resident [engl.] = ansässig) Orcas und gehört zum Familienverband A4, auch A4 Pod genannt. Die nördlich residenten Orcas leben im Sommer zwischen der nördlichen Hälfte von Vancouver Island und dem Festland von British Columbia in Kanada (auf der Karte blau markiert). Die wissenschaftliche Bezeichnung von Springer ist A73. Als 2001 Springers Mutter Sutlej (A45) starb, verschwand auch ihr Baby Springer. Alle nahmen an, dass auch Springer gestorben sei, denn residente Orcas können nur im engen sozialen Verbund überleben. Und in Springers Fall wusste man nicht einmal, ob sie zu dieser Zeit nicht noch von der extrem fetthaltigen Muttermilch abhängig war. Springers Schicksal schien besiegelt.
(Karte: Doris Thomas)
Einige Monate später entdeckte man bei den südlich residenten Orcas im Puget Sound (auf der Karte rot markiert) ein allein umherziehendes Jungtier. Dr. Paul Spong, der auf der kleinen Insel Hanson Island seit über 30 Jahren die Kommunikation der Wale erforscht, erkannte bei einer wissenschaftlichen Untersuchung der Calls, so nennt man die Rufe der Wale, dass es sich um Springer handelte. Ein anderes individuelles Merkmal eines Orcas ist die Zeichnung des Sattels. Das ist der helle Fleck hinter der Rückenflosse, die man als Finne bezeichnet.

Foto: Hanson Island/Kanada (Foto: Paul Spong).
Paul Spong lebt mit seiner Frau Helena Symonds seit 1972 auf der kleinen Insel zwischen Vancouver Island und dem Festland Kanadas und erforscht die Kommunikation der Orcas. Die Töne, die die fünf Hydrofone (Unterwassermikrofone) empfangen, werden rund um die Uhr aufgezeichnet und analysiert. Unter: www.orca-live.net gibt es sogar eine Live-Übertragungen im Internet.
Die Situation für Springer war damals sehr kritisch. Sie befand sich in fremden Gewässern unter völlig unbekannten Walen, denn die südlich residenten und nördlich residenten Orcas sind nicht miteinander verwandt. Zu allem Überfluss näherte sich Springer immer wieder Booten und lief Gefahr, von einer Schiffsschraube verletzt zu werden. Nach langen Debatten, was mit dem jungen Wal zu tun sei, der bei den fremden Familien nie Anschluss finden würde und ohne soziale Bindung keine Chance zum Überleben hätte, schmiedete man einen geradezu verwegenen Plan. Springer sollte zu den nördlich Residenten zurückgebracht werden.
Mitarbeiter des Vancouver Aquariums fingen Springer ein und hievten sie in eine Art Tank, der auf einem High Speed Katamaran befestigt worden war. Man hielt die empfindliche Walhaut feucht und kühlte den Körper mit Eiswasser, um ihn auf die niedrigeren Temperaturen im Norden vorzubereiten. So brachte man Springer die 740 km zurück in ihre Heimat. Dort verbrachte der junge Orca noch zwei Tage in einem Netzgehege in einer Bucht von Hanson Island. Als eine Gruppe ihrer Verwandten aus dem A11 Pod erschien, entließ man Springer in die Freiheit. Zunächst machte die Wiedereingliederung Probleme, denn Springer irrte zwischen verschiedenen Gruppen hin und her. Doch dann schloss sie sich ihren nächsten Verwandten aus dem A4 und A5 Pod an. Ein halbwüchsiges Weibchen, genannt Nodales, (A51), das kein eigenes Junges hat, nahm sich Springer besonders an und schien die Mutterrolle zu übernehmen.
(Foto: A11 Pod mit Springer 2004 (Foto: Anna Spong))
Heute ist Springer wohlauf und bei guter Gesundheit. Sie schwimmt mit ihren Verwandten in vertrauten Gewässern. In jedem Herbst zieht sie gemeinsam mit ihrem Pod in unbekannte Regionen, um im Frühjahr in die Johnstone Straight zurückzukehren.
Ein tolles Happy End!
(Foto: Springer 2006 (Foto: Paul Tixier))
Es gibt die Möglichkeit, Orcas symbolisch zu adoptieren oder eine Patenschaft zu übernehmen. Reizvoll ist dies auch als Klassenprojekt oder außergewöhnliches Geschenk. Besonders schön ist die Adoption von Springer, da diese Erfolgsgeschichte zeigt, dass der Mensch durchaus in der Lage ist, sinnvoll auf die Umwelt einzuwirken. Fast der komplette Geldbetrag kommt dem OrcaLab, der Forschungsstation von Dr. Paul Spong zugute.
Geboten wird einem bei dieser „Adoption“, die über England abgewickelt wird (in englisch):
- Ein persönliches Zertifikat
- Farbfoto von Springer
- Adoptionspapiere mit der Springer Geschichte
- Regelmäßige updates über Springer
- Fensterbild von BornFree
- Bron Free Mappe
Näher Informationen unter:
www.bornfree.org.uk/give/adopt-an-animal/springer/

Foto: Adoptionsunterlagen
Über die WDCS (Whale and Dolphin Conservation Society) kann man ebenfalls Schwertwale adoptieren. Diese Unterlagen sind in deutscher Sprache. Die WDCS unterstützt mit diesem Projekt ebenfalls das OrcaLab.
www.wdcs-de.org/general/helfen/story_details.php?select=74
natürlich kann man auch direkt an die Forschungsstation spenden oder dort wunderbare Orca DVDs oder CDs mit Orca Tönen bestellen:
www.orcalab.org
Mein Tipp: Der niedrige Kurs von Dollar und Englischem Pfund macht sich hier sehr angenehm bemerkbar.
Informative Seiten zu dem Thema:
www.orcinusorca.nl Orca-Calls zum Abspielen und Familienstrukturen
orcas.meeresakrobaten.de Viel Wissenswertes über Orcas
Meinen herzlichen Dank an Dr. Paul Spong und seine Frau Helena Symonds, ihrer Tochter Anna Spong und Paul Tixier für die Bereitstellung der einzigartigen Fotos.
Mehr zu meinen Kinderbüchern über den Schwertwal Zabu auf meiner Homepage
www.doris-t.de
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