Redaktion (lg): Halloween - Ein Fest mit Tradition |
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Obwohl hinter Halloween ein milliardeschweres Geschäft mit Süßigkeiten und Kostümen steht, liegt dem Fest - ungleich dem Valentinstag - tatsächlich eine Tradition zu Grunde...
Das Fest zu Halloween zählt zu den ältesten Festen der Menschheit und geht mit seinen Ursprüngen bis auf die Kelten zurück, die vor rund 5000 Jahren Schottland, Irland und Nordfrankreich besiedelten. Sie feierten mit ihm das Ende des Sommers, die Einbringung der Ernte und den Beginn der kalten Jahreszeit.
Die Kelten glaubten, dass am letzten Tag im Jahr Leben und Tod, Himmel und Erde verbunden werden und die Toten über die Zwischenwelt zurück auf die Erde kommen könnten. Keltische Priester und Druiden sagten in dieser Nacht bevorzugt die Zukunft voraus.
Die Kelten feierten darum am 31. Oktober das Samhain-Fest mit einem großen Feuer in dem sie Gemüse, Früchte und Tiere opferten. Die Toten sollten durch die Opfergaben besänftigt werden und somit versuchten sie zu verhindern, dass Tote von Lebenden Besitz ergriffen. Schon die Kelten verkleideten sich zu diesem Fest mit Fellen und Masken um Tiere darzustellen.
Am Ende des Samhain-Festes wurden die Herde der Familien mit dem Freudenfeuer entfacht, die in der Vornacht gelöscht wurden um symbolisch den Schutz vor der kalten Jahreszeit mit dem warmen Feuer darzustellen.
835 nach Christus versuchte die katholische Kirche, mit ihrem Oberhaupt Papst Gregor IV, dieses heidnische Fest durch ein christliches zu ersetzen. Seither feiert man am 1. November das Allerheiligenfest zum Gedenken der Heiligen und Märtyrer.
Die „trick or treat“-Tradition (Süßes oder Streich), so heißt es, entstand bereits im Mittelalter in England, wo der ärmliche Teil der Bevölkerung an den Vorabendlichen Allerheiligen-Umzügen um Nahrung und sogenannte „soul cakes“, eine Art Kuchen, bettelte. Als Dank für die Nahrungsspende beteten die Armen an Allerseelen für die verstorbenen Familienmitglieder der Spender. Durch die Unterstützung der Kirche hielt diese Tradition und entwickelte sich bis in die heutige Zeit.
Die Tradition der Kürbislaternen („Jack O' Latern“) erklärt man sich in Irland folgendermaßen mit der Legende um Jack. Die Legende besagt, dass der notorische Trunkenbold „Jack“ den Teufel in einem Baum fest hielt indem er ein Kreuz in den Baumstamm ritzte. Jack ließ den Teufel erst wieder frei, als dieser verprach, dass Jack nicht im Fegefeuer schmoren würde.
Als Jack einige Jahre später starb und er aufgrund seiner vielen Sünden nicht ins Paradies aufgenommen wurde, stand der an der Tür zu Hölle. Doch der Teufel stand zu seinem Versprechen, dass Jack nichts anderes übrig blieb, als im dunkeln der Zwischenwelt umher zu wandern. Jack bittet den Teufel, ihm wenigstens etwas zu geben, mit dem er seinen Weg erleuchten kann, worauf ihm der Teufel ein glühendes Stück Kohle aus der Hölle gibt. Jack höhlt darauf eine Rübe aus und legt die Kohle hinein. Die Tradition, Kürbisse statt Rüben zu benutzen stammt aus den Vereinigten Staaten, wo der Kürbis bereits teil des Erntedankfestes war.
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Hinweis der Polizei zu Halloween: "Halloween ist kein Freibrief" (29.10.08)
Titelfoto: Klick
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| Kategorie: | Sonstiges |
| Eingetragen am: | 31.10.2008 10:06 |
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